Munich-Re-Studie
21.03.2013

In Asien steigt das Risiko

Depositphotos
Ein Sturm braut sich zusammen

Der asiatisch-pazifische Raum ist in besonders hohem Maß von Naturkatastrophen betroffen. Eine Studie des Rückversicherers Munich Re belegt, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird.

Von allen Naturkatastrophen, die sich seit 1980 weltweit ereigneten, trafen zu 40 Prozent den asiatisch-pazifischen Raum. Sie verursachten dort 45 Prozent der volkswirtschaftlichen Schäden, das zeigen die Langzeitstatistiken der Georisikoforschung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re. 

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Insgesamt waren in den asiatischen Schwellenländern gerade einmal 18 Prozent dieser Schäden versichert. Zum Vergleich: In Nordamerika lag der Anteil der versicherten Schäden durch Naturkatastrophen bei 64 Prozent.

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Laut Munich-Re-Studie hat sich die Anzahl der Wetterkatastrophen in Asien in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht. Diese Entwicklung, durch den Klimawandel begünstigt, wird sich auch in Zukunft fortsetzen.

Der Konzern rechnet damit, dass sich die Versicherungseinnahmen im asiatisch-pazifischen Raum bis 2020 verdoppeln werden. „In der Schaden- und Unfall-Erstversicherung wachsen die Beitragseinnahmen in „Emerging Asia“ derzeit durchschnittlich um elf Prozent pro Jahr und somit doppelt so stark wie in der zweitplatzierten Region Osteuropa“, sagt Michael Menhart, Chefvolkswirt bei Munich Re.

So wird bis 2020 der chinesische Erstversicherungsmarkt mit 425 Milliarden Euro die höchsten Zuwächse verzeichnen, gefolgt von den USA mit 350 Milliarden Euro und Japan (157 Milliarden Euro). Ursachen für die Entwicklung in Asien sind das zunehmende Risikobewusstsein der Bevölkerung und eine wachsende Mittelschicht. Dennoch wird auch weiterhin eine erhebliche Unterversicherung herrschen, insbesondere mit Blick auf die Folgen von Naturkatastrophen.

 

 

TG
Keywords:
Munich Re | Naturkatastrophen | Asien
Ressorts:
Markets

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