Der baden-württembergische Energieversorger verbucht im heute vorgestellten Geschäftsbericht einen Fehlbetrag von knapp 388 Millionen Euro. Im Vorjahresbericht stand in der Zeile noch ein Überschuss von mehr als 122 Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse stiegen dagegen leicht um rund 500 Millionen Euro auf 21 Milliarden Euro an. 

Auch bei dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte der Konzern zu, von fast zwei auf rund 2,14 Milliarden Euro.

Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag dieses Jahr bei 0,1 Millionen Euro, 2013 konnte sich EnBW hier noch über eine Milliarde Euro in die Bücher schreiben.

Vorstands-Chef Frank Mastiaux schreibt im Brief an die Aktionäre, die EnBW befinde sich auf Kurs – ungeachtet der Turbulenzen beispielsweise an den Ölmärkten. Dennoch gibt Mastiaux zu, dass das Jahr nicht gut gewesen sei und nennt unter anderem außerplanmäßige Abschreibungen als Grund.

Wie auch die Energiekonzerne Eon und RWE kämpft EnBW mit dem stetigen Preisverfall an den Strombörsen und zunehmend unrentablen konventionellen Kraftwerken. Eon hatte 2014 einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro erlitten, bei RWE waren es knapp 1,3 Milliarden Euro.