Solarbranche
06.08.2015

Auch PV-Anlagen setzt die Hitze zu

foto: deposit

Paradox: Blauer Himmel und strahlende Sonne sind für Solaranlagen nicht unbedingt von Vorteil. Die Hitze macht den Zellen zu schaffen.

 

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In den kommenden beiden Tagen sagen Meteorologen strahlenden Sonnenschein voraus – optimale Voraussetzungen für die Produktion von Solarstrom. Die angekündigten Rekordtemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius mindern jedoch zugleich die Performance der Solarzellen. Denn die Zellen sind Halbleiter, die bei niedrigeren Temperaturen besser arbeiten als bei Hitze.

Die zu erwartende Leistung einer Anlage wird im Labor bei Temperaturen von 25 Grad gemessen. Daraus ergeben sich die im Datenblatt angegebenen Standardwerte. Steigen die Temperaturen, produziert die Anlage unter sonst gleichbleibenden Bedingungen weniger Strom. Ist es kühler, steigt die Produktion entsprechend. Wind hat normalerweise einen kühlenden Effekt. 

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Der sogenannte Temperaturkoeffizient einer Anlage gibt an, wie viel das Ergebnis abweicht. Ein Beispiel: Beträgt der Koeffizient einer Silizium-Zelle -0,45, sinkt die Leistung mit jedem Grad über dem Laborwert von 25 Grad um 0,45 Prozent. Bei den zu erwartenden Temerpaturen von 35 Grad sinkt die Leistung also um 4,5 Prozent.

In den heißen Stunden der kommenden Tage produzieren die Zellen demnach weniger Strom als üblich. Bei mehr als 10 Sonnenstunden pro Tag schaffen sie dennoch hohe Produktionsmengen. Für den heutigen Donnerstag prognostiziert die europäische Strombörse EEX eine Höchstleistung von 23,5 Gigawatt Solarstrom. 

 
Jana Kugoth
Keywords:
Solarstrom | Solarzellen | Hitze | EEX
Ressorts:
Technology | Community

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