Am Freitag will EU-Kommissar Günther Oettinger erneut im russisch-ukrainischen Gasstreit vermitteln. Wintershall-Chef Rainer Seele warnt indes vor Radikal-Lösungen: „Für uns Europäer ist wichtig, dass die Vertragskonditionen, die den Transit betreffen, verlässlich bleiben“, sagte er bei einem Pressegespräch in Moskau. In der Vergangenheit hat sich laut Seele die Aufsplittung in einen Liefervertrag an die Ukraine und einen Transitvertrag bewährt.

Weiter sagte Seele: „Unser Interesse ist, dass der Transit-Strom durch die Ukraine nicht unterbrochen wird, und dass Europa tatsächlich das Gas erhält, das es von Russland gekauft hat, anderenfalls beginnt sofort die Diskussion über Versorgungssicherheit.“ Nach dem vergangenen warmen Winter sei Deutschland in einer komfortablen Situation, so Seele: „Die Lager sind schon jetzt gut gefüllt, und wenn die neue Heizsaison beginnt, wird die Kapazität zu 100 Prozent gefüllt sein.

(Wintershall)