Offshore-Wind
21.11.2013

Aus für Bard besiegelt

Das Cuxhavener Offshore-Windunternehmen Bard stellt zum Jahresende den Betrieb ein. Rund 250 Menschen verlieren ihren Job. Der Schritt bedeutet das Ende eines der ambitioniertesten Offshore-Projekte überhaupt.

Ende 2013 ist Schluss für die Bard-Offshore-Gruppe, genau zehn Jahre nach der Firmengründung. 2003 war das Unternehmen mit ambitionierten Plänen und viel Geld des russischen Oligarchen Arngolt Bekker auf den Plan getreten.

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Bard wollte nicht nur Offshore-Windparks planen, sondern auch Turbinen und Türme selber bauen. Dafür wurde eine Produktion in Emden und Cuxhaven aufgebaut. Investitionen von rund 100 Millionen Euro flossen insgesamt.

Doch außer dem im Sommer 2013 fertiggestellten Windpark Bard Offshore 1 vor Borkum fehlte es an Aufträgen. Die Rotorenfertigung musste bereits dichtmachen, ebenso die Produktion für Maschinenhäuser und Fundamente. Bis zuletzt hatte das Unternehmen nach neuen Investoren gesucht. Gründer Bekker war bereits 2010 ausgestiegen und im Frühjahr 2013 verstorben.

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Neustart im Servicegeschäft

Mit einer neuen Gesellschaft, der Offshore Wind Solutions, will sich das Restunternehmen nun im Service-Geschäft für Offshore-Anlagen etablieren. Rund 300 Mitarbeiter sollen in der Gesellschaft verbleiben und sich etwa um den Windpark Bard Offshore 1 kümmern. Den Service will Bard aber auch anderen Unternehmen anbieten.

Karsten Wiedemann
Keywords:
Bard | Offshore-Wind
Ressorts:
Markets

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