Emissionshandel
23.05.2012

Aus für den CO2-Zertifikatehandel in Bayern

Börse München
Bei Börsenchefin Bortenlänger hat der Emissionshandel vorerst keine Zukunft mehr

Imageverlust, Betrug und Preisverfall beim Emissionshandel bleiben nicht ohne Folgen. Jetzt hat die Bayerische Börse ihren Ausstieg aus dem Zertifikategeschäft verkündet. Börsenchefin Christine Bortenlänger warnt: Ohne politischen Kraftakt komme der Emissionshandel nicht mehr auf die Beine.

Der Handel mit CO2-Emissionszertifikaten wird an der Bayerischen Börse zum 30. Juni eingestellt. Europaweit sei die Anzahl der gehandelten Zertifikate „drastisch auf nahezu null“ gesunken, vermeldet das Unternehmen. Die Börsenchefin Christine Bortenlänger mahnt: „In seiner derzeitigen Ausgestaltung findet der Emissionshandel im Markt keine Akzeptanz.“

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Die Imageschäden durch Mehrwertsteuerbetrug und gestohlene Zertifikate sowie der forcierte Preisverfall durch kostenlos zugeteilte Zertifikate habe das Unternehmen zu dem Schritt bewogen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten ist der Preis je Tonne Kohlendioxid um über 50 Prozent auf 6,89 Euro gefallen.

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Um das Ziel der Emissionsminderung zu erreichen, müsse die Anzahl der Zertifikate deutlich verknappt werden, erklärt Bortenlänger. Nur wenn die Kurse wieder steigen, „würde es sich für Unternehmen lohnen, in Technologien zur Emissionsminderung zu investieren.“

Daniel Seeger
Keywords:
Emissionshandel | Energie | Energiehandel
Ressorts:
Finance

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