Aus Angst vor der billigen Konkurrenz aus China fordert die einzige australische Solar-Firma, Tindo Solar, Strafzölle auf die aus dem Reich der Mitte importierten Paneele. "Das Wachstum unserer Branche ist aufgrund der Dumping-Preise aus China gehemmt", sagte ein Tindo Solar-Sprecher gegenüber BIZZ energy today.

Das in Adelaide ansässige Unternehmen beruft sich auf Ergebnisse von amerikanischen, kanadischen und europäischen Untersuchungen. Demnach habe Renesola beim Import 9 bis 78 Prozent Nachlass auf seine Module gegeben, heißt es in einer Erklärung.

In den kommenden Wochen wolle Australien darüber entscheiden, ob chinesische PV-Hersteller beim Import von Solarzellen Strafzölle zahlen müssen. Laut Nachrichtenagentur will die australische Anti-Dumping-Kommission am 7. April eine erste Empfehlung abgeben, eine endgültige Entscheidung werde für Mitte Mai erwartet.

Nach bisherigen Ergebnissen der australischen Kommission verkaufe der chinesische Solarhersteller Renesola seine Ware in Australien mit einem Preisnachlass von 0,3 Prozent. Strafzölle ziehe die Kommission nur in Betracht, wenn die Preise mindestens um zwei Prozent unterschritten würden.

80 Prozent aller australischen Solar-Paneele stammen aus dem Reich der Mitte. Die australische Solar-Firma Tindo Solar spricht von einem 393-Millionen-US-Dollar-Geschäft für die chinesische PV-Branche.

Die Vereinigten Staaten und Kanada belegen PV-Module aus China bereits mit hohen Strafzöllen. In der EU wird aktuell über den Import-Aufschlag gegen drei chinesische Firmen beraten. Die europäische Solarbranche wirft der Konkurrenz aus China vor, die vereinbarten Mindestpreise nicht eingehalten zu haben.

 

(foto: PR)