Am 14. September wählen die Australier ein neues Parlament. Sollte die konservative Liberal Party die regierende Labor Party ablösen, steht das geplante Emissionshandelssystem der Regierung auf dem Spiel, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Mit den Einnahmen aus dem System will die Regierung die erneuerbaren Energien im Land ausbauen. Geplant sind Investitionen von 20 Milliarden australischen Dollar.

Der ungewisse Wahlausgang sorgt für Unsicherheit unter Investoren. Die Konservativen haben bereits angekündigt, im Falle eines Sieges, die erst vor knapp einem Jahr von der Labor-Partei eingeführte CO2-Steuer abschaffen zu wollen und Energiekosten mithilfe billiger Kohle zu senken. 

Auch die Labor Party will ihre Klimapolitik überdenken, um die Industrie vor zu hohen Energiekosten zu bewahren. Bis 2020 hatte die Regierungspartei das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Energieproduktion aus Erneuerbaren auf 41.000 Gigawatt pro Stunde (GWh) zu erhöhen.