Marktmanipulation
17.07.2013

Barclays soll 330 Millionen Euro Strafe zahlen

Barclays

Der britischen Barclays Bank steht in den USA eine Strafe in Höhe von knapp einer halben Milliarde US-Dollar ins Haus. Deren Manager sollen auf dem kalifornischen Strommarkt Preise manipuliert haben, so der Vorwurf. Die Bank will gegen die Entscheidung der US-Energieaufsicht FERC vorgehen.

Die US-Energieaufsicht FERC belegte den britischen Bankenriesen Barclays mit einer Geldstrafe von 435 Millionen US-Dollar (330 Millionen Euro). Der Vorwurf: Barclays habe zwischen 2006 und 2008 die Preise auf dem kalifornischen Strommarkt manipuliert, um so gezielt ihren Derivatehandel zu begünstigen.

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Auch die dadurch erzielten Einnahmen von rund 35 Millionen Euro muss Barclays demnach abgeben  an ein Hilfsprogramm für Geringverdiener. Fällig werden die Gelder bereits innerhalb der nächsten 30 Tage. Barclays möchte gegen die Entscheidung vor einem Bundesgericht in Berufung gehen. „Wir wollen den Fall energisch anfechten“, betonte ein Sprecher. 

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Neben der Bank selbst werden auch die an der vermeintlichen Manipulation beteiligten Händler belangt: Die sollen insgesamt 18 Millionen Dollar Strafe zahlen. 

Vor wenigen Wochen hatte FERC die US-Bank JP Morgan ins Visier genommen. Auch bei deren Geschäften besteht demnach der Verdacht „manipulativer Methoden“, mit denen aus verlustreiche Kraftwerke zu Profitmaschinen gemacht wurden. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht nach Angaben der New York Times auch Top-Investmentbankerin Blythe Masters.

DS
Keywords:
Barclays | FERC | USA | Banken und Finanzinvestoren
Ressorts:
Finance | Governance

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