Bei der Energiewirtschaft kann man sich Wasserstoff als Energieträger vorstellen, bei Autos nicht. Seit 20 Jahren gibt es immer wieder den Kurzzeit-Hype um die Brennstoffzelle und das Fuel Cell Car. Derzeit versucht sich Toyota mit dem Mirai. Auf der Toyota Deutschland Website wird großspurig gedichtet: Die erste Wasserstoff-Limousine in Großserie. Versucht man den Preis zu finden oder das Fahrzeug zu spezifizieren – Fehlanzeige. Die erste Wasserstoff-Limousine in Großserie hat noch nicht mal einen Preis, geschweige denn einen Verkaufsprospekt. 

In Deutschland wurden im Jahr 2015 exakt zwei Toyota Mirai zugelassen. Im Jahre 2016 bis jetzt null. In den USA waren es unter 17,5 Millionen Neuwagen genau 72 Mirai. Das Autochen – in VW-Golf-Größe – kostet dort 57.500 US-Dollar. Selbst bei einer 50-prozentigen Kostenreduktion bleibt der Preis zu hoch. Ganz zu schweigen von der extrem kostenintensiven Tankinfrastruktur, die nur durch Milliarden Tankvorgänge zu stemmen sind. Das Ei ist zu klein, um eine Henne auszubrüten. Das batteriegetriebene Elektroauto macht das Rennen. Die Leistungssteigerungen von Batterien machen dem Fuel Cell Car den Garaus.

 
Professor Ferdinand Dudenhöffer (Foto: Universität Duisburg-Essen)