Dossier
07.07.2015

Baustellen der Energiewende: H wie Hybridfahrzeuge

fotos: McLaren

Unser Dossier im Sommerheft "Die Baustellen der Energiewende" analysiert den Stand des historischen Systemumbaus anhand der Schlüsselbegriffe. Lesen Sie hier den Beitrag zu Hybridfahrzeugen.

 

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Plug-In-Hybride galten für Autobauer und Bundesregierung als große Hoffnung für den Durchbruch der Elektromobilität, als Arznei gegen die Reichweitenangst der Autokäufer. Die Steckdosenhybride fahren mit Strom; der Verbrennungsmotor springt erst ein, wenn der Akku leer ist. Trotzdem scheint das Regierungsziel von einer Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 in weiter Ferne. Im ersten Quartal 2015 wurden in Deutschland 1.690 Plug-In-Hybride zugelassen, ein Fünftel weniger als im Vormonat – obwohl 14 Modelle auf dem Markt sind. Für Autopapst Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut in Essen liegen die Gründe auf der Hand: Doppeltes Gewicht aufgrund doppelter Antriebstechnik und geringe elektrische Reichweiten. Außerdem kosten die Teilzeitstromer richtig Geld. Für einen VW Golf GTE fallen 36.900 Euro an – fast 20.000 Euro mehr als für einen Einstiegs-Golf. Das wissen auch die Hersteller. Trotzdem stecken sie weiterhin viel Geld in die Entwicklung neuer Plug-In-Fahrzeuge. Dazu zwingt sie die ab 2020 geltende neue EU-Richtlinie, nach der die CO2-Emissionen von Autoherstellern kräftig sinken müssen. Die Abgase werden allerdings auf die gesamte Flotte angerechet. Der Verkauf von Hybrid-Fahrzeugen könnte somit die Bilanz der spritfressenden SUV-Verkaufsschlager schönen.

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Zeitplan: EU-Richtlinie zur Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor tritt 2020 in Kraft.

 

Das vollständige Dossier mit 36 Schlüsselbegriffen ist im Sommerheft von BIZZ energy today erschienen. Alle Ausgaben von BIZZ energy today gibt es u.a. bei unserem Abonnement-Service unter 040 / 41 448 478.

 
 
Redaktion
Keywords:
Hybridfahrzeuge | Ferdinand Dudenhöffer | Elektroautos | Bundesregierung
Ressorts:
Governance | Technology | Markets

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