Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt in seinem Konzept „Realistische Schritte zur Umsetzung von Smart Grids in Deutschland" auf, wie bis 2022 die nötige Infrastruktur für intelligente Netze geschaffen werden kann.

„Mehr als 90 Prozent des erneuerbar erzeugten Stroms wird über die Verteilnetze eingespeist und muss überregional abtransportiert werden“, erklärte Hildegard Müller, BDEW-Hauptgeschäftsführerin und forderte: „Die heutigen Verteilnetze müssen für diese neuen Aufgaben aufgerüstet werden." Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt der Branchenverband in seiner Roadmap zehn Schritte vor. 

In einer ersten Phase müssen demnach bis Ende 2014 etwa die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, die Entwicklung der Technik gefördert und die Trennung von Markt und Netz radikal vorangetrieben werden. Nur unter diesen Voraussetzungen könnten intelligente Netze etabliert und die weitere Verbreitung der neuen Technologien erreicht werden, so Müller. Denn insbesondere Verteilnetzbetreiber brauchen Anreize und Sicherheit für Investitionen in intelligente Technologien.“ Ansonsten fehle den Netzbetreibern das Vertrauen, dass sich Investitionen auch lohnen.

 
(depositphotos, Alex Postovski)