In diesem Jahr erreicht der Ökostromanteil am deutschen Gesamtstromverbrauch rund 33 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Branchendachverband BDEW in einer heute veröffentlichten Gemeinschaftsprognose.

Den Schätzungen zufolge könnten bis Jahresende rund 193 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Sonne, Wind und anderen grünen Quellen erzeugt werden – ein Anstieg um rund 20 Prozent im Vergleich zu 2014.

Demnach ist vor allem der Anteil an Wind- und Sonnenstrom gestiegen.

Windkraftanlagen haben in den ersten zehn Monaten des Jahres mit 63 Milliarden Kilowattstunden 47 Prozent mehr Strom produziert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Solaranlagen produzierten bis Ende Oktober mit 35 Milliarden Kilowattstunden so viel Strom wie im ganzen Jahr 2014.

BDEW-Chefin Hildegard Müller drängt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angesichts der steigenden Bedeutung Erneuerbarer zu einer zügigen EEG-Reform und dem Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze. Der Handlungsdruck für die Integration der regenerativen Energien ins Gesamtsystem der Stromerzeugung steige, sagte Müller.

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