Der japanische Technologieriese Sharp plant den Komplettverkauf des US-Solarprojektieres Recurrent Energy für rund 250 Millionen Euro, meldet die Nachrichtenagentur Kyodo. Zur Restrukturierung gehört darüber hinaus die Entlassung von 11.000 Mitarbeitern bis März 2014. Bisher geplant waren 5.000.

Die Japaner sind seit längerem auf der Suche nach Geldgebern. Derzeit prüfen die Finanzinstitute Mizuho und Mitsubishi UFJ den vom Konzern vorgelegten Rettungsplan, um über die Vergabe eines 2,1 Milliarden Euro Kredits zu entscheiden. Der Konzern könne in den kommenden Tagen mit einer Zusage rechnen, berichtet Kyodo.

Wie angespannt die momentane Lage ist, zeigen die neuesten Entwicklungen auf dem Parkett. Für gleich drei Börsenlisten, dem Nagoya Stock Exchange, dem Fukuoka Stock Exchange und dem Sapporo Securities Exchange, möchte der Sharp Aufsichtsrat am morgigen Donnerstag die Delistung seiner Aktien beantragen. „Das Handelsvolumen des Aktienkapitals ist an diesen Börsen extrem niedrig“, begründet der Konzern den Schritt. Der Schritt wirke sich jedoch nicht wesentlich auf Sharps Aktionäre und Investoren aus.

Der US-Projektierer Reccurent Energy prägt inzwischen auch das Bild in seiner Heimat San Francisco (Reccurent Energy)