Brandenburgs Ministerpräsindent Dietmar Woidke (SPD) ist für zwei Tage nach Schweden gereist, um mit Vattenfalls Konzernchef Magnus Hall über die Zukunft der Braunkohlesparte in Brandenburg und Thüringen zu diskutieren, teilte die brandenburgische Staatskanzlei mit. Mit von der Partie ist auch Thüringens Ministerpräsident Stanislav Tillich (CDU).

Die Länderchefs von Brandenburg und Thüringen sehen in der Braunkohle eine wichtige Brückentechnologie beim Umstieg auf erneuerbare Energien. Woidke hofft auf „faire“ Verhandlungen. Gegenüber dem Inforadio sagte er am Morgen, Vattenfall habe in der Lausitz viele Jahre gutes Geld verdient - jetzt könne die Region auch erwarten, dass sich der Konzern kooperativ und fair verhalte.

Anlass der Reise sind die Verkaufspläne des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall. Im Oktober hatte der Konzern angekündigt, seine Konzernanteile am deutschen Braunkohlegeschäft verkaufen zu wollen. 2015 soll die endgültige Entscheidung fallen. In der Lausitz-Region hängen rund 8.000 Jobs an der Braunkohleindustrie.

Vattenfall plant, sich stärker auf das Geschäft mit Erneuerbaren auszurichten. Der Energieriese Eon hatte jüngst angekündigt, sich von seinen Geschäften mit fossilen Energieträgern zu trennen und in eine neue Gesellschaft zu überführen.

Braunkohlekraftwerk in der Lausitz (depositphotos.com)