Kraftwerke
16.04.2014

Betreiber wollen immer mehr Kraftwerke abschalten

Depositphotos.com

Die Zahl der Anträge zur Kraftwerksabschaltung steigt. Aktuell wollen die Betreiber von 47 Kraftwerken grünes Licht von der Bundesnetzagentur. Die Behörde plant angeblich bereits ein staatliches Kraftwerk, um Blackouts zu vermeiden.

Aktuell liegen der Bundesnetzagentur Anträge zur Stilllegung von 47 Kraftwerken in Deutschland vor. Die Betreiber zweier Kraftwerke haben einer Veröffentlichung noch nicht zugestimmt. Laut Medienbericht seien das 19 mehr als noch im Oktober 2013. Die Liste der Netzagentur enthält vor allem Kohle- und Gaskraftwerke, aber auch Kernkraftwerke finden sich in der Liste.

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Konventionelle Kraftwerke werden im Zuge der Energiewende zunehmend unrentabel. Die Energieunternehmen dürfen jedoch verlustreiche Kraftwerke nicht einfach abschalten, ohne dass zuvor die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit überprüft wurde. Erst im Januar wies die Bundesnetzagentur einen Antrag des süddeutschen Versorgers EnBW ab, der vier Kraftwerksblöcke abschalten wollte.

Wie vor wenigen Tagen mehrere Medien berichteten, plant die Behörde nun sogar ein staatliches Kraftwerk in Süddeutschland, da sie insbesondere dort die Stromversorgung gefährdet sieht. Die Tageszeitung „Die Welt“ meldet unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht, eine entsprechende Ausschreibung werde vorbereitet, das Kraftwerk solle vom Winter 2017/2018 an Strom produzieren.

Daniel Zugehör
Keywords:
Bundesnetzagentur | EnBW | Kraftwerke | fossile Kraftwerke | Energiewende
Ressorts:
Governance | Markets

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