Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) brach in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 70 Millionen Euro ein und lag bei 80 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 47 Prozent, im Vergleichszeitraum 2013 betrug das Ebita noch 150 Millionen Euro.

Auch die Investitionen gingen drastisch zurück und zwar ebenfalls um 47 Prozent. So investierte der Konzern im ersten Halbjahr 89 Millionen Euro, von Januar bis Juni 2013 waren es noch 169 Millionen Euro. Das Konzernergebnis des ersten Halbjahres sank um 19 Prozent von 68 Millionen Euro (2013) auf 55 Millionen Euro (2014).

Der Umsatz blieb mit 3,6 Milliarden Euro stabil. Im zweiten Quartals gingen allerdings 15 Prozent weniger Aufträge ein: 1,6 Milliarden waren es von April bis Juni 2014, gegenüber 1,9 Milliarden im zweiten Quartal 2013.

Als Grund für die schwache Bilanz gibt der Konzern ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld im Energiemarkt und im europäischen Öl- und Gassektor an. Bilfinger ewartet für das zweite Halbjahr eine positive Entwicklung, die durch Kapazitätsanpassung und mit weiteren Kostensenkungen erreicht werden soll.

Nachdem Bilfinger ein zweites Mal in diesem Jahr seine Prognose für das Geschäftsjahr 2014 senken musste, räumte der Vorstandschef Roland Koch am 8. August seinen Posten. Derzeit lenkt Aufsichtsrat und Ex-Vorstandschef Herbert Bodner den Konzern interimistisch bis zum 31. Mai 2015.

Titelbild: Bilfinger