Die KTG Energie vollzieht den ersten Börsengang eines deutschen Unternehmens in 2012. Der drittgrößte Biogas-Produzent in Deutschland hat gemeinsam mit der WGZ Bank, die den Börsengang als Lead-Manager begleitet, den Preis pro Aktie auf 13,80 Euro festgelegt. Zur Zeichnung stehen noch voraussichtlich bis zum 26. Juni 2,7 Millionen Aktien an, das Kapitalvolumen liegt damit bei insgesamt bis zu 37,26 Millionen Euro. 1,7 Millionen Aktien stammen aus dem Besitz der Muttergesellschaft KTG Agrar, was einem Ertrag von 23,46 Millionen Euro gleichkommt. Der KTG Energie bleibt damit frisches Kapital von bis zu 13,8 Millionen Euro.

„Mit dem Börsengang bieten wir Investoren die Chance, in ein etabliertes und transparentes Geschäftsmodell mit gut planbaren Erträgen im Bereich der erneuerbaren Energien zu investieren“, sagt Thomas Berger, Vorstandsvorsitzender der KTG Energie. 2006 hat das Unternehmen die ersten Biogasanlagen in Betrieb genommen. Nach anhaltendem Wachstum verfügt das Hamburger Unternehmen heute über Anlagen mit einer Produktionskapazität von 22,4 Megawatt. Analysten der Creditreform Rating stuften im Mai diesen Jahres die Bonität der KTG Energie auf BBB- ein. Mehrheitsaktionär mit mindestens 55 Prozent bleibt auch nach dem Börsengang das Muttergesellschaft KTG Agrar. Ab dem 29. Juni soll die Aktie auf dem Open Market der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Unterdessen droht der milliardenschwere Börsengang des Essener Chemiekonzerns Evonik ein weiteres Mal zu scheitern. Schuld daran seien nach Angaben aus Eigentümerkreisen die hohen Abschläge wegen der Euro-Krise, meldet die Deutsche Presseagentur. Eine Entscheidung der RAG-Stiftung, Haupteigentümer des Unternehmens, wird für den heutigen Montag erwartet.