E-Mobilität
18.09.2013

BMW beginnt i3-Produktion

Foto: BMW

Der Münchner Autobauer hat offiziell die Serienfertigung seines Elektroautos i3 gestartet. Der erste Wagen lief am Mittwoch im Leipziger Werk vom Band. BMW hat mehrere hundert Millionen Euro in den Standort investiert.

BMW-Produktionsvorstand Harald Krüger sprach von einem „magischen Moment“. Nach sieben Jahren Vorbereitung startete am Mittwoch die Produktion des ersten elektrischen Serienwagens der Münchner. 

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Mit Superlativen geizten daher weder der BMW-Topmanager noch der eigens angereiste sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich nicht. Der sprach von der zweiten automobilen Revolution, die sich mit dem Start der i3-Produktion in Leipzig vollziehe. BMW-Vorstand Krüger wurde nicht müde, die Innovation zu betonen: Erstmals werde im großen Maßstab der Hightech-Kunststoff CFK eingesetzt, erstmals habe eine deutscher Autobauer eine ganze Produktionslinie nur für E-Mobile aufgebaut.

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Und die unterscheidet sich von der üblichen Automontage. „Herkömmliche Karosserien werden lackiert, beim i3 brauchen wir das nicht“, sagte Werkleiter Manfred Erlacher. Lediglich die Kunststoffteile der Außenhaut erhalten Farbe. „Wir sparen dadurch bis zu 70 Prozent an Wasser und Energie“, erklärte Erlacher. 

Fahrgastzelle und Antriebsstrang werden beim i3 parallel gefertigt und später zusammengesetzt. Laut BMW ein Zeitvorteil. Für die Produktion eines Exemplares braucht der Autobauer nach eigenen Angaben 14 Stunden.

Stückzahlen bleiben geheim

Die Hightech-Produktion hat sich der Autobauer einiges kosten lassen: Insgesamt 600 Millionen flossen in das Werk in Leipzig sowie die CFK-Produktion in den USA und im bayrischen Wackersdorf. 1.500 neue Arbeitsplätze entstanden.

„Nun liegt es am Kunden“, betonte BMW-Vorstand Krüger. Er ist überzeugt, dass sich in absehbarer Zeit Elektroautos durchsetzen werden. „Schauen sie sich den Verkehr und die Schadstoffbelastung in den Mega-Cities der Welt an. Elektroautos sind dort die einzige Alternative, um mobil zu bleiben.“ Produktionsziele für den i3 wollte Krüger dennoch nicht nennen. Eine fünfstellige Stückzahl sei schon möglich. „Wir werden hier mit Sicherheit mehr produzieren als in der Manufaktur von Rolls Royce.“

Der BMW-Produktionschef sieht sein Unternehmen bei der E-Mobilität dennoch vor einem Marathonlauf. Da passt es, dass der Premieren-i3 von Leipzig nach Berlin geht. Dort führt der Stromer Ende September den Berlin-Marathon an.

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
BMW | i3 | E-Mobilität
Ressorts:
Markets

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