E-Mobilität
07.08.2013

BMW stellt Elektro-Sportwagen vor

Foto: BMW

Der Münchner Autohersteller hat wenige Wochen nach der Vorstellung des Kleinwagens i3 den halbelektrischen Sportwagen i8 vorgestellt. Das Plug-in-Hybrid-Modell soll bis zu 35 Kilometer rein elektrisch fahren können. Für den Autobauer steht viel auf dem Spiel.

BMW setzt beim Thema Elektromobilität seine Offensive fort. Auf einer Fahrpräsentation zeigte der Autobauer mehrere seriennahe Modelle des Sportwagens mit gekoppeltem Benzin- und Elektroantrieb. Die beiden Maschinen leisten jeweils 231 beziehungsweise 131 PS. Der Wagen soll in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 sprinten, bei 250 Kilometer pro Stunde riegelt das Getriebe automatisch ab.

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Der i8 ist das erste Plug-in-Hybrid-Modell von BMW. Die aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen eine rein elektrische Fahrt von 35 Kilometer bei einer Spitzengeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde. Laut BMW verbraucht der allradangetriebene Wagen im Schnitt 2,5 Liter auf 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 59 Gramm.

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Wie beim i3, dem ersten rein elektrischen Fahrzeug von BMW, setzt der Autobauer auch beim i8 auf eine Leichtbaukarosserie auf Basis von Carbonfasern (CfK). Die komplette Fahrgastzelle lässt BMW aus dem ultraleichten und ultraharten, aber auch sehr teuren Werkstoff bauen. Das Material stammt aus dem Joint-Venture mit SGL Carbon und gelangt aus den USA über das bayrische Wackersdorf ins Leipziger Werk. 

Nur bei höheren Stückzahlen sinken auch die Kosten, etwa für den Carbon-Werkstoff. Die bisherigen Zulassungszahlen bei den E-Fahrzeugen reichen dafür nicht aus. Automobilwissenschaftler Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen glaubt, dass die Zeit für BMW spielt. Die Hersteller seien angesichts immer schärferer Emissionsvorgaben gezwungen, leichtere Materialien einzusetzen, nicht nur bei E-Autos. „Die Kosten werden dann automatisch sinken", so Diez.

Die Strategie von BMW ist mit Risiken verbunden. Der Autobauer hat Milliarden in seine Elektroauto-Offensive investiert. Christian Malorny, Berater bei McKinsey, sieht die gesamte Autobranche im Umbruch. In Zukunft werde es eine Vielzahl verschiedener Antriebe geben, die Industrie müsse sich darauf einstellen und neue Technologien und Werkstoffe entwickeln. „Für die Autobauer steht viel auf dem Spiel“, so Malorny.

Karsten WIedemann
Keywords:
BMW | i3 | i8 | E-Mobilität
Ressorts:
Technology

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