An Autobahnen zwischen den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Österreich sollen bis Anfang 2018 insgesamt 25 Ultraschnelllade-Stationen aufgebaut werden, teilte das Konsortium Ultra-E mit. Zwölf der Stationen sollen in Deutschland stehen - in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, sagte Marcus Groll, Business Manager beim Ladesäulenbetreiber Allego, am MIttwoch gegenüber bizz energy. Beteiligt sind neben den beiden deutschen Autobauern BMW und Audi auch Renault, der Roaming-Dienstleister Hubject und eben Allego, eine Tochter des niederländischen Netzbetreibers Alliander. Im Sommer nächsten Jahres sollten die ersten Stationen betriebsbereit sein, sagte Groll.

Die 25 Lade-Vorrichtungen haben ein Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro, die Hälfte davon fließt aus EU-Geldern des Programms Connecting Europe Facility.

 

2018 kommen passende Autos

Allerdings kommen erst 2018 Elektroautos auf den Markt, welche die hohe Ladeleistung überhaupt nutzen können. Bisher sind die Modelle von Tesla mit 120 kW führend. 

Mit den 350-kW-Stationen würden Fernreisen mit E-Fahrzeugen in Tankzeiten möglich, die Fahrer auch von Benzinern kennen. Heutige Schnellladesäulen haben lediglich 50 kW, mit ihnen dauert es eineinhalb Stunden, um genug Strom für 300 Kilometer zu tanken. Darüber hinaus werden zurzeit auch erste Ladestationen mit 150 kW an deutschen Autobahnen aufgestellt. Mit ihnen beträgt die Ladezeit etwa 30 Minuten für 300 Kilometer.

Die Stationen von Ultra-E sollen auch Bussen und Nutzfahrzeugen dienen. Bereits heute könnten Busse über ausfahrbare Kontakte auf den Dächern 250 kW Ladeleistung aufnehmen, berichtet Groll. Neben Ultra-E entwickelt auch Porsche Säulen für bis zu 350 kW. Wie Audi gehört die Luxusmarke zum VW-Konzern.

Die Supercharger von Tesla schaffen nur etwa ein Drittel der Ladeleistung der neuen Ultra-E-Stationen. (Foto: Wikipedia / Steve Jurvetson / CC BY 2.0)