Elektromobilität
19.10.2016

BMW und Audi schlagen Tesla

Foto: Wikipedia / Steve Jurvetson / CC BY 2.0
Die Supercharger von Tesla schaffen nur etwa ein Drittel der Ladeleistung der neuen Ultra-E-Stationen.
Update

Ein europäisches Industrie-Konsortium stellt die ersten Ladesäulen für Elektroautos mit 350 Kilowatt auf. Innerhalb von 20 Minuten tanken die Fahrzeuge genug Strom für 300 Kilometer.

An Autobahnen zwischen den Niederlanden, Belgien, Deutschland und Österreich sollen bis Anfang 2018 insgesamt 25 Ultraschnelllade-Stationen aufgebaut werden, teilte das Konsortium Ultra-E mit. Zwölf der Stationen sollen in Deutschland stehen - in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, sagte Marcus Groll, Business Manager beim Ladesäulenbetreiber Allego, am MIttwoch gegenüber bizz energy. Beteiligt sind neben den beiden deutschen Autobauern BMW und Audi auch Renault, der Roaming-Dienstleister Hubject und eben Allego, eine Tochter des niederländischen Netzbetreibers Alliander. Im Sommer nächsten Jahres sollten die ersten Stationen betriebsbereit sein, sagte Groll.

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Die 25 Lade-Vorrichtungen haben ein Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro, die Hälfte davon fließt aus EU-Geldern des Programms Connecting Europe Facility.

 

2018 kommen passende Autos

Allerdings kommen erst 2018 Elektroautos auf den Markt, welche die hohe Ladeleistung überhaupt nutzen können. Bisher sind die Modelle von Tesla mit 120 kW führend. 

Mit den 350-kW-Stationen würden Fernreisen mit E-Fahrzeugen in Tankzeiten möglich, die Fahrer auch von Benzinern kennen. Heutige Schnellladesäulen haben lediglich 50 kW, mit ihnen dauert es eineinhalb Stunden, um genug Strom für 300 Kilometer zu tanken. Darüber hinaus werden zurzeit auch erste Ladestationen mit 150 kW an deutschen Autobahnen aufgestellt. Mit ihnen beträgt die Ladezeit etwa 30 Minuten für 300 Kilometer.

Die Stationen von Ultra-E sollen auch Bussen und Nutzfahrzeugen dienen. Bereits heute könnten Busse über ausfahrbare Kontakte auf den Dächern 250 kW Ladeleistung aufnehmen, berichtet Groll. Neben Ultra-E entwickelt auch Porsche Säulen für bis zu 350 kW. Wie Audi gehört die Luxusmarke zum VW-Konzern.

Manuel Berkel
Keywords:
Elektromobilität | Ladesäulen | Allego | Alliander | BMW | Audi | Porsche
Ressorts:

Kommentare

Bei 20 Min an einer 350 kW-Station bekommt der Akku ca. 115 kWh. Selbst wenn der Akku davon nur 80% aufnimmt (der Akku wird vermutlich recht heiß, was ihm auch nicht gut tun wird), verbrauchen die zukünftigen Wagen nach den oben stehenden Zahlen 30 kWh auf 100 km. Allerdings geht auch der Ladeverlust zu Kosten des Autos, da beim Tanken von Treibstoff ja auch nicht 20% verschüttet werden. Der Energieverbrauch dieser Wagen ist also vergleichbar mit einem Dieselfahrzeug, dass 10-12 Liter auf 100 km verbraucht.
Das hat doch mit energieeffizienter Mobilität nichts zu tun. wir ersetzen nun ein energiefressendes System durch ein anderes genauso hungriges System in der Hoffnung die regenerativen Energie werden das schon richten. Da der Ausbau nun aber stark gedrosselt ist und Stromverbrauch durch den Verkehrssektor und Wärmepumpen steigen wird, reden wir von Kohlestrom für Autos.
Das Letzte was wir brauchen, sind Autos wie wir sie jetzt schon haben auf Strombasis. Wir brauchen intelligente Mobilitätskonzepte, bei denen effiziente Elektroautos eine Rolle unter mehreren spielen.

30 kWh entsprechen 10-12 Litern Diesel? Wie kommt eine solche Rechnung zu Stande, wenn doch ein Liter Diesel knapp 10 kWh Energie enthält.

Der Liter Diesel hat zwar 10kWh Energiegehalt aber der Verbrennungsmotor wandelt nur etwa 30-35% in Bewegungsenergie um.
Also 3kWh mal 10 Liter entspricht etwa 30kWh. Stimmt also ungefähr.

Es geht hier doch um die eingesetzte Primärenergie. Da liegt der Verbrennungsmotor dann doch wieder bei 100-120 kWh

BMW und Audi SCHLAGEN Tesla. Aber nur zusammen mit Renault, Porsche, Hubject und Allego. Und die alle zusammen nur 50%, weil die andere Hälfte wir alle zusammen bezahlen, die Steuerzahler. Wo nun die große Kunst besteht, als so mächtige Koalition einen kleinen Player wie Tesla überflügeln zu wollen, erschließt sich mir nicht.
Denn es ist die Rede von "wollen" . "werden", "sollen" . Die Ladestationen von Tesla sind bereits seit Jahren in Betrieb. Und jetzt schon ein Vielfaches von den überschaubaren 25 Stationen für ganz Europa. Und dann noch nicht mal Fahrzeuge im Handel, die dort geladen werden können. Genau so ein Witz wie die Ankündigung, dass Porsche demnächst einen Teslakiller auf den Markt bringen wollen soll. Dessen angekündigte Leistungsdaten das aktuell auf den Strassen fahrende Model S bereits aufweist. Wobei Preise und lieferbare Mengen des Porsche noch gar nicht veröffentlicht wurden. Also ist dieser Porsche schon heute kein Killer mehr, sondern eher ein Rohrkrepierer.
Ich freue mich über Artikel, die beschreiben, was bereits funktioniert statt von Phantasieen zu berichten, die vermutlich vollmundige Wunschträume bleiben.

Erst wird Tesla 10 Jahre belächelt, dann streichen die deutschen Hersteller Millionen von Subventionen ein und passiert ist nur eins,
das Tesla 10 Jahre Produktionsvorsprung hat.
Der GF diese Vision lebt und nicht wie unsere Manager nur Aktionäre befriedigen und nur Ihren eigenen Sessel schützen.

Solch ein Produkt kaufe ich aus Prinzip schon nicht, daher ist mein nächstes Auto ein Tesla.

Ich glaube mein nächstes Auto wird ein TESLA sein

....what else....

Die deutschen Hersteller sind leider nur Ankündigungsweltmeister, mehr als heiße Luft wurde bis heute nicht geliefert und das wird sich sicher nicht bald ändern. Wenn dann diese tollen Wundersäulen vereinzelt durch deutsche Fahrzeuge nutzbar sind, ist Tesla schon längst drei Schritte weiter in der Zukunft angekommen.

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