Elektrofahrzeuge sind anders als herkömmliche Stromverbraucher: Sie bewegen sich und parken an einer Vielzahl von Orten. Notwendig werden deshalb mehr Ladeorte als Fahrzeuge. Die technische Umsetzung von Ladeinfrastruktur bildet dabei keine besondere Herausforderung. Für alle gewünschten Funktionen wie Kommunikation, Abrechnung und Autorisierung existieren heute bereits Lösungen. Doch der Erfolg von Elektrofahrzeugen wird durch die hohen Kosten zur Errichtung und zum Betrieb von Ladeinfrastruktur gebremst. Konventionelle Technik, wie an stationären Ladesäulen, amortisiert sich nicht oder selbst bei hoher Auslastung erst nach Jahren.

Notwendig sind wirtschaftliche Geschäftsmodelle für Ladeinfrastruktur. Eine kosteneffiziente Lösung ist es, teure Abrechnungstechnik nicht an jedem Ladepunkt zu installieren. Stattdessen bringt der Autofahrer die Abrechnungstechnik eingebaut im Ladekabel oder Auto zum Ladepunkt mit, Stichwort Mobile Metering. Das minimiert Investitions- und Installationskosten der Ladepunkte und reduziert ihre laufenden Kosten praktisch auf null. Ladeinfrastruktur kann so flächendeckend und kosteneffizient geschaffen werden und E-Autos laden überall dort, wo sie gerade parken.

Frank Pawlitschek ist COO und Gründer von Ubitricity – Gesellschaft für verteilte Energiesysteme

 

(Foto: Ubitricity)