Am Donnerstag warf der liberale Minister den Energieversorgern vor, den Strom- und Gasmarkt auf Kosten der Verbraucher zu manipulieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Regierung wolle jeden Versorger bestrafen, der seine dominante Marktposition missbraucht.

Durch die Einleitung strafrechtlicher Schritte könnten künftig die Führungskräfte der Versorger bei einem Nachweis der Marktmanipulation direkt belangt werden, schreibt Reuters – sogar eine Gefängnisstrafe sei möglich.

Sechs Versorger dominieren den Markt

Die sechs großen Energieversorger, darunter die britischen Ableger von Eon und RWE, dominieren laut britischer Regierung auf der Insel 99 Prozent des Strom- und Gashandels. Vier der sechs Versorger hatten in den vergangenen Wochen und unmittelbar vor der kalten Jahreszeit ihre Preise deutlich angehoben. 

Die Debatte um dadurch steigende Lebenskosten wurde dabei durch den Labour-Oppositionsführer Ed Miliband angeheizt. Der möchte im Falle seines Wahlsieges die Preise für Strom und Gas zunächst einmal für 20 Monate einfrieren. Davey setzt stattdessen auf den Wettbewerb und will den Kunden etwa einen Anbieterwechsel innerhalb von 24 Stunden ermöglichen.

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Der britische Energieminister Edward „Ed“ Davey mit seinem deutschen Amtskollegen Peter Altmaier (PR)