Die EU-Kommission hat grünes Licht für den geplanten Kapazitätsmarkt in Großbritannien gegeben. Dieser sei technologieneutral und funktioniere auf Grundlage von Preiswettbewerb, so dass er die Verbraucher so wenig wie möglich koste, erklärte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. „Damit entspricht die Regelung voll und ganz den EU-Beihilfevorschriften.“ Mit der Regelung sollen künftig Kraftwerksbetreiber für die Bereitstellung gesicherter Erzeugungskapazitäten entlohnt werden. 

Die Kommission sieht außerdem die Förderung britischer Offshore-Windparks in Höhe von rund 12,3 Milliarden Euro im Einklang mit den Beihilferichtlinien der EU. Almunia lobte dabei die sogenannten Differenzverträge („Contracts for Difference“; CfD) der Briten, die über Auktionen vergeben werden sollen. Das funktioniert so: Liegt der Großhandelspreis an der Strombörse unter einem vorab festgelegten Basispreis, erhalten die Ökostromerzeuger die Differenz als Aufschlag. Liegt der Großhandelspreis über dem Basispreis, erhalten die Erzeuger nur letzteren. 

„Die Regelung ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie marktbasierte Fördermechanismen eingesetzt werden können, um die Umstellung auf eine CO2‑arme Wirtschaft zu geringstmöglichen Kosten für die Verbraucher zu vollziehen“, sagte Almunia. Das Programm soll ab April 2015 in Kraft treten, mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Fördervolumen von insgesamt 19 Milliarden Euro.