EEG
02.10.2014

Bundesnetzagentur will flexible EEG-Umlage für die Industrie

Depositphotos.com

Die Umlage soll künftig vom Börsenpreis abhängen, um die Nachfrage zu steuern.

 

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Die Bundesnetzagentur will die EEG-Umlage für Industriekunden künftig flexibel gestalten: Die Umlage soll mit dem Börsenpreis für Strom schwanken. Das zeigt eine interne Präsentation des zuständigen Referatsleiters Peter Stratmann, die BIZZ energy today vorliegt. Demnach soll im Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eine sogenannte dynamische EEG-Umlage eingeführt werden, um das Stromnetz zu entlasten und den Verbrauch der Nachfrage anzupassen.
 
Industriekunden, die nicht von der Grünstrom-Umlage befreit sind, zahlen gemäß EEG derzeit konstant 6,24 Cent Umlage je Kilowattstunde. Die Umlage bietet keinen Anreiz, Strom dann zu verbrauchen, wenn das Angebot hoch und die Nachfrage niedrig ist. Die interne Präsentation der Bundesnetzagentur plädiert für eine EEG-Umlage, die an den Börsenrpeis gekoppelt ist und dementsprechend je nach Marktlage stark schwankt. Die Höhe des Faktors für die Industrie wird jährlich so festgelegt, dass (der) Jahresertrag die EEG-Kosten deckt", heißt es in dem Papier.
 
Als Beispiel wird eine Festlegung der EEG-Umlage auf das 1,2-fache des Day-Ahead-Börsenpreises genannt. In einer Beispielrechnung schwankt dadurch der Strompreis für Industriekunden um 90 Euro statt lediglich um 40 Euro innerhalb eines Tages.
 
Die Bundesnetzagentur erwartet sich von der dynamischen EEG-Umlage Anreize für (eine) innerbetriebliche Reaktion auf Strompreise" sowie die Vorbereitung auf Knappheitspreise und hohe Erneuerbare-Energien-Anteile". Zudem würden Lastspitzen gemildert und auch die erforderlichen Kraftwerke würden profitieren. Sogar die EEG-Umlage könnte dadurch sinken, denn der Stromverbrauch würde sich leicht in Zeiten verlagern, in denen die EEG-Strommengen zu höheren Preisen an der Börse verkauft werden können. Dadurch sinkt im Schnitt die Kostendifferenz zwischen Grau- und Grünstrom, die wiederum die Umlagehöhe bestimmt. Nachteilig sei der höhere Abwicklungsaufwand und die die schwierige Einschätzung der Entwicklung.
 
Der Think-Tank Agora Energiewende hatte im Juni die dynamische EEG-Umlage in einer Studie vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde von der Bundesnetzagentur nun offenbar aufgegriff

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Die Bundesnetzagentur will die EEG-Umlage für Industriekunden künftig flexibel gestalten: Die Umlage soll mit dem Börsenpreis für Strom schwanken. Das zeigt eine interne Präsentation des zuständigen Referatsleiters Peter Stratmann, die BIZZ energy today vorliegt. Demnach soll im Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eine sogenannte dynamische EEG-Umlage eingeführt werden, um das Stromnetz zu entlasten und den Verbrauch der Nachfrage anzupassen.
 
Industriekunden, die nicht von der Grünstrom-Umlage befreit sind, zahlen gemäß EEG derzeit konstant 6,24 Cent Umlage je Kilowattstunde. Die Umlage bietet keinen Anreiz, Strom dann zu verbrauchen, wenn das Angebot hoch und die Nachfrage niedrig ist. Die interne Präsentation der Bundesnetzagentur plädiert für eine EEG-Umlage, die an den Börsenrpeis gekoppelt ist und dementsprechend je nach Marktlage stark schwankt. Die Höhe des Faktors für die Industrie wird jährlich so festgelegt, dass (der) Jahresertrag die EEG-Kosten deckt", heißt es in dem Papier.
 
Als Beispiel wird eine Festlegung der EEG-Umlage auf das 1,2-fache des Day-Ahead-Börsenpreises genannt. In einer Beispielrechnung schwankt dadurch der Strompreis für Industriekunden um 90 Euro statt lediglich um 40 Euro innerhalb eines Tages.
 
Die Bundesnetzagentur erwartet sich von der dynamischen EEG-Umlage Anreize für (eine) innerbetriebliche Reaktion auf Strompreise" sowie die Vorbereitung auf Knappheitspreise und hohe Erneuerbare-Energien-Anteile". Zudem würden Lastspitzen gemildert und auch die erforderlichen Kraftwerke würden profitieren. Sogar die EEG-Umlage könnte dadurch sinken, denn der Stromverbrauch würde sich leicht in Zeiten verlagern, in denen die EEG-Strommengen zu höheren Preisen an der Börse verkauft werden können. Dadurch sinkt im Schnitt die Kostendifferenz zwischen Grau- und Grünstrom, die wiederum die Umlagehöhe bestimmt. Nachteilig sei der höhere Abwicklungsaufwand und die die schwierige Einschätzung der Entwicklung.
 
Der Think-Tank Agora Energiewende hatte im Juni die dynamische EEG-Umlage in einer Studie vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde von der Bundesnetzagentur nun offenbar aufgegriffen.
Jakob Schlandt
Keywords:
Bundesnetzagentur | EEG | EEG-Umlage | Erneuerbare-Energien-Gesetz | Agora Energiewende | flexible EEG-Umlage
Ressorts:
Governance | Markets

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