Die neue Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung sieht vor, den Energieverbrauch im Verkehr bis 2050 um 40 Prozent zu senken, bis 2020 sollen es bereits 10 Prozent weniger im Vergleich zu 2005 sein. Der Verkehr ist für rund 30 Prozent des Energieverbrauches und rund ein Fünfteil der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland verantwortlich.

Aktuell hängen Autos, LKWs und Busse zu 90 Prozent am Erdöl. Das will die Bundesregierung ändern. In Zukunft sollen neben effizienten Benzin- und Dieselfahrzeugen, Erdgasautos sowie Brennstoffzellen und Batteriefahrzeuge eine größere Rolle im Verkehr spielen. Details, wie etwa die derzeit noch teuren E-Autos einen Weg in den Markt finden sollen, enthält das Papier der Bundesregierung nicht.

An Biokrafstoffen hält die Bundesregierung grundsätzlich fest. Allerdings sei die Akzeptanz von Biokraftstoffen in der Bevölkerung in Deutschland zunehmend infrage gestellt, heißt es in dem Papier. Die Bundesregierung befürwortet daher feste Obergrenzen für den Einsatz von Biokraftstoffen. Aus der Branche kommt Kritik:  „Nachhaltig produzierte Biokraftstoffe sind auf absehbare Zeit die einzige in größerem Umfang vorhandene Alternative zu den immer umweltschädlicheren fossilen Kraftstoffen“, sagte Elmar Baumann vom Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie.

Aus der Autoindustrie kommt dagegen Zustimmung. Es gehe darum mit einem technologieoffenen Ansatz, die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern und CO2-Emission zu verringern, sagte Volker Lange vom Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller. „Dabei werden neben der Optimierung des Verbrennungsmotors alle verfügbaren Antriebsalternativen betrachtet.“

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