Energiewende
27.03.2015

Bundesregierung wirbt für ihre Energiepolitik

Vor mehr als 900 internationalen Konferenzteilnehmern hoben Wirtschaftsminister Gabriel und Außenminister Steinmeier am Donnerstag in Berlin die Bedeutung eines globalen Wandels in der Energiepolitik hervor – sonst drohe eine Zuspitzung von Krisen und Konflikten.

 

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Die Bundesregierung warb am Donnerstag auf einer internationalen Konferenz in Berlin vor mehr als 900 Teilnehmern aus gut fünfzig Ländern für die Energiewende.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) verglich das Projekt mit dem Wettlauf zum Mond in den sechziger Jahren. Die Energiewende sei das deutsche „Men to the moon“-Projekt, sagte er. Ohne einen globalen Wandel in der Energiepolitik drohe eine Zuspitzung von Krisen und Konflikten auf der Welt.

Die Bundesregierung hob hervor, dass man andere Länder nur zur Nachahmung bewegen könne, wenn es gelinge, den wirtschaftlichen Erfolg auszubauen. 

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„Nur wenn wir in Europa zeigen, dass wir durch die Energiewende nicht weniger, sondern mehr Arbeitsplätze produzieren, werden wir Menschen überzeugen, die sich gerade erst auf den Weg machen zur Industrialisierung“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Der SPD-Politiker erklärte, dass die Kernenergie zu ihren besten Zeiten etwa 30.000 Beschäftigte hatte. Heute gäben die erneuerbaren Energien 300.000 Menschen Arbeit.

Deutsch-algerische Energiepartnerschaft gegründet

An der Veranstaltung nahm auch der algerische Energieminister, Youcef Yousfi, teil. Er war der Einladung von Gabriel und Steinmeier nach Berlin gefolgt. Yousfi und Bundeswirtschaftsminister Gabriel unterzeichneten am Donnerstag eine Absichtserklärung zur Gründung einer deutsch-algerischen Energiepartnerschaft. 

Schwerpunkte der Partnerschaft sollen die Diversifizierung des Energiemixes, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz sein. Die algerische Regierung plant bis 2030 neue Solar- und Windkraftkapazitäten mit einer Leistung von insgesamt 22 Gigawatt zu schaffen.

Mit Blick auf fossile Energieträger sei Algerien ein wichtiger Rohöllieferant für Deutschland, heißt es in einer Erklärung des Bundeswirtschaftsministeriums. Künftig könnte Algerien auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der deutschen Gasversorgung leisten.

Daniel Zugehör
Keywords:
Sigmar Gabriel | Frank-Walter Steinmeier | Bundesregierung | Energiewende
Ressorts:
Governance | Community

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