Klimapolitik
04.07.2016

Bundesumweltministerin eröffnet Petersberger Klimadialog

Foto: Wikipedia
Nach der Verabschiedung des Paris-Abkommens im Dezember 2015 beraten unter dem Patronat von Bundesumweltministerin Hendricks (Foto) 35 Umweltminister beim Petersberger Klimadialog in Berlin über dessen Umsetzung.

Auf der knapp zweitägigen Konferenz in Berlin steht die Klimafinanzierung im Mittelpunkt. An den Gesprächen nehmen auch Vertreter des Versicherungsriesen Allianz teil.

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und des marokkanischen Außenministers und Präsidenten der nächsten Klimakonferenz in Marrakesch, Salaheddine Mezouar, beraten Umweltminister aus 35 Ländern über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Im Dezember 2015 hatten sich die UN-Mitgliedsstaaten in Paris geeinigt, klimaschädliche Emissionen bis Ende des Jahrhunderts auf nahezu Null zu senken.

Anzeige

Das als historisch gefeierte Paris-Abkommen „war nicht das Ende der internationalen Klimapolitik, sondern ein gemeinsamer Startpunkt“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zur Eröffnung des siebten Petersberger Klimadialogs am Montagmorgen in Berlin. Nach der gescheiterten Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Jahr 2010 zum ersten Mal nach Petersberg bei Bonn geladen, um den Verhandlungen wieder neuen Schwung zu geben. Seitdem findet das Treffen in informeller Runde jedes Jahr zwischen zwei UN-Klimakonferenzen statt.

Anzeige

Ganz oben auf der Agenda der kommenden zwei Tage steht die Klimafinanzierung. „Wir müssen alle zukünftigen Investitionen konsistent mit unseren Klimazielen machen“, mahnte die Ministerin. „Sonst wird es teuer und wir verpassen die Klimaziele“. Das Investitionsrisiko verschiebe sich von den Erneuerbaren hin zu den Fossilen.

 

Umsetzungs-Partnerschaft für Entwicklungsländer

Mit am Berliner Verhandlungstisch sitzt neben den Umweltministern und der Umweltschutzorganisation Greenpeace und Vertretern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch der Versicherungsriese Allianz. Der Konzern hatte 2015 beschlossen, nicht mehr in Kohle zu investieren. Weltweit ziehen unter dem Stichwort Divestment immer mehr Städte, Universitäten, Kirchen und Pensionsfonds ihr Geld aus klimaschädlichen Unternehmen ab, darunter auch der weltweit größte Pensionsfonds aus Norwegen.

Umweltministerin Hendricks will gemeinsam mit ihrem Kabinettskollegen und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Entwicklungsländer unterstützen. Mit einer Umsetzungs-Partnerschaft wollen sie den Ländern bei der Erfüllung der Klimaziele helfen, zum Beispiel durch den Ausbau erneuerbarer Energien oder nachhaltiger Stadtenwticklung und Landwirtschaft. Bei einem Abendessen am Montagabend will Hendricks die Initiative offiziell vorstellen. 

Jana Kugoth
Keywords:
Klimaabkommen | Petersberger Klimadialog | Klimafinanzierung | Marokko | Marrakesch | Barbara Hendricks | Allianz | Divestment
Ressorts:
Governance

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen