Energiepolitik
11.11.2013

CDU und SPD planen Einschnitte bei der Windenergie

Für die Windenergie an Land soll es im Falle einer Großen Koalition künftig weniger Förderung geben. Bei der Offshore-Windkraft wollen CDU und SPD die Ausbauziele auf ein realistisches Maß herunterstufen. Aus der Branche kommt Kritik an den Plänen.

Nach den Plänen der Arbeitsgruppe Energie von CDU und SPD soll es an windreichen Standorten in Zukunft weniger Geld für die Betreiber geben. Zudem sollen Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen in Zukunft ihren Strom direkt über die Börse vermarkten.

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Wegen des schleppenden Ausbaus der Offshore-Windkraft will die Große Koalition die Ziele nach unten korrigieren. Statt zehn Gigawatt sollen 2020 nun 6,5 Gigawatt (GW) in Nord- und Ostsee installiert sein. Für 2030 streben CDU und SPD 15 statt wie bisher 25 GW an.

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Auktionsmodell

Ein weiter Punkt: Ab 2018 soll der Ausbau der erneuerbaren Energie über ein Auktionsmodell erfolgen. Dabei werden bestimmte Mengen ausgeschrieben, für die sich Betreiber bewerben können. Wer am günstigsten anbietet, bekommt den Zuschlag. Für ein solches Modell hatten sich unter anderem der Energieversorgerverband BDEW und der Stadtwerkeverbund VKU ausgesprochen.

Biogasanlagen erhalten in Zukunft nur eine Genehmigung, wenn sie Abfälle oder Reststoffe verwerten. Der Einsatz von Mais soll generell verboten werden. Bereits im aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetz ist der Einsatz von Mais eingeschränkt.

Um eine Klage der EU-Kommission zu vermeiden, planen CDU und SPD zudem, die Ausnahmen der Industrie von der EEG-Umlage einzuschränken.

Erneuerbaren-Verband: Energiewende wird an Fahrt verlieren

Aus der Erneuerbaren-Branche kommt erwartungsgemäß Kritik an den Plänen. „Durch die Bremsmanöver bei Windenergie und Biomasse wird die Energiewende deutlich an Fahrt verlieren“, sagte Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie.

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Energiepolitik | Windenergie | Windkraft | EEG | SPD | CDU
Ressorts:
Governance

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