Die Veräußerung zu einem symbolischen Kaufpreis, zuzüglich einer künftigen Gewinnbeteiligung, ist Teil von Restrukturierungsmaßnahmen in der Centrosolar-Gruppe. Über die Höhe des Preises macht das Unternehmen allerdings keine Angaben. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz der Glassparte bei knapp 40 Millionen Euro.

Centrosolar will mit dem Verkauf Finanzverbindlichkeiten um zirka 14 Millionen Euro reduzieren und sich künftig stärker auf das Kerngeschäft mit Photovoltaik-Dachsystemen konzentrieren. Die nun verkaufte Tochter, die auf Antireflex-Beschichtungen von Solarglas spezialisiert ist, soll dabei weiter als Zulieferer fungieren. Centrosolar Glas könne durch die Integration in den belgischen Glasveredeler Ducatt erhebliche zusätzliche Kosten- und Technologie-Verbesserungen implementieren, so die Hoffnung in München. 

Die Krise in der Solarbranche hat den Konzern hart getroffen: Neben anderen deutschen Anbietern wie Centrotherm, Solarworld oder Phoenix Solar landete auch Centrosolar unter den zehn Unternehmen, mit der schlechtesten Börsenbilanz der letzten 12 Monate. 

2012 hatte die Unternehmens-Gruppe einen Verlust von fast 90 Millionen Euro eingefahren und sein Eigenkapital fast komplett verbrannt. Der Gesamtumsatz brach um mehr als 20 Prozent auf 228 Millionen Euro ein. Nachdem eine erste Gläubigerversammlung kürzlich wegen mangelnder Präsenz gescheitert war, ist eine zweite für den 21. Mai einberufen.