Die Einigung zwischen dem US-Förderer Chevron und dem Staatskonzern PGNIG ist die erste Kooperation zwischen einem polnischen Unternehmen und einem ausländischen Investor im Schiefergasgeschäft, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. 

Vorteile erhoffen sich dabei beide Partner. Chevron hofft, durch einen lokalen Partner leichter an Explorations-Lizenzen zu kommen. PGING wiederum setzt auf das technische Know-how der US-Amerikaner beim Fracking. In den USA brechen Konzerne wie Exxon Mobil, Chesapeake oder eben Chevron bereits seit Jahren unterirdisch Gesteinsschichten auf, um das darin eingeschlossene Gas an die Oberfläche zu befördern. Umweltschützer kritisieren unter anderem den Einsatz giftiger Chemikalien, die das Grundwasser gefährden. 

Sofern die Kooperation zwischen Chevron und PGNIG erfolgreich verläuft, wollen die beiden Konzerne ein gemeinsames Unternehmen gründen, an dem beide je 50 Prozent halten würden. Jedes Unternehmen würde zwei Lizenzen für Explorationen im Südosten Polens in das Joint Venture einbringen, schreibt Reuters. 

Probleme beim polnischen Schiefergas

Andere US-amerikanische und kanadische Konzerne werden die Zusammenarbeit zwischen Chevron und PGNIG aufmerksam beobachten. Wegen bürokratischer Schwierigkeiten und schwachen Explorations-Erfolgen haben sich Marathon Oil, Talisman Energy und Exxon Mobil von ihren Schiefergas-Ambitionen in Polen verabschiedet. 

Mit Steuererleichterungen und geringeren bürokratischen Hürden etwa bei Umweltfragen will die polnische Regierung den Weg für eine zügige kommerzielle Schiefergasförderung ebnen. Das Land möchte sich so künftig von den Gaslieferungen aus Russland lösen und gleichzeitig seine Abhängigkeit von klimaschädlichem Kohlestrom senken.   

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