Mobilität
18.12.2013

China hält Autobranche am Laufen

Foto: Volkswagen

Das Reich der Mitte wird mit zweistelligen Zuwachsraten auch im kommenden Jahr der größte Absatzmarkt für die Autobauer bleiben. In Europa könnte es erstmals seit Jahren wieder ein kleines Wachstum auf dem Automarkt geben. Volkswagen und GM ringen derweil um den zweiten Platz hinter Branchenprimus Toyota.

Die Lage auf dem weltweiten Automobilmarkt wird sich im Jahr 2014 nicht dramatisch verändern, wie aus einer aktuellen Branchen-Analyse der Nord LB hervorgeht. China wird mit einem Wachstum von 10 bis 15 Prozent weiter der wichtigste Automarkt bleiben. China bleibt die Zugmaschine der Autoindustrie, heißt es in der Analyse der Nord LB.

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Im Vergleich zum laufenden Jahr fällt der Zuwachs in China allerdings niedriger aus. Ein Grund könnte sein, dass die Regierung in Peking wegen der wachsenden Verkehrs- und Abgasprobleme in den Städten die Regulierung zuletzt verschärft hat.

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Auch in den USA wird die Nachfrage nach Neuwagen im kommenden Jahr weiter wachsen. Mit vier bis sechs Prozent könnte das Plus aber ebenfalls niedriger ausfallen als im laufenden Jahr.

Lichtblick Europa

Stagnation gibt es weiterhin auf potenziell großen Absatzmärkten wie Brasilien und Indien. Die Nord LB rechntet in diesen Ländern in den kommenden Jahren aber zumindest mit einer Stabilisierung.

Erstmals seit Jahren wird der europäische Automarkt im kommenden Jahr wieder ein kleines Plus verzeichnen. Die Analysten der Nord LB rechnen mit zwei bis vier Prozent Wachstum. Für eine Trendwende reicht das aber noch nicht aus.

Toyota die Nummer eins

Der japanische Autobauer Toyota dürfte auch im laufenden Jahr weltweit wieder die meisten Fahrzeuge verkauft haben. Mit einem Absatz von 9,9 Millionen Autos verfehlt das Unternehmen die zehn-Millionen-Marke wohl nur hauchdünn. Um Platz zwei dürfte ein Wettkampf zwischen Volkswagen und dem US-Autobauer GM entbrennen. Beide Hersteller dürften einen Absatz von um die 9,7 Millionen Fahrzeuge erreichen.

Für das kommende Jahre rechnet die Nord LB damit, dass alle drei Hersteller die Marke von zehn Millionen verkauften Autos überspringen. Toyota dürfte die Nummer ein bleiben, während VW sich vor GM schieben könnte. Die Wolfsburger haben das Ziel formuliert, bis zum Jahr 2018 der Volumenstärkste Autobauer der Welt zu werden.

Karsten Wiedemann
Keywords:
EU | China | E-Mobilität | Brasilien | Toyota | VW | GM
Ressorts:
Markets

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