Chinesische Betriebe waren lange Zeit effektiv aus Sektoren der Energie, der Banken, der Telekommunikation und bei der Bahn ausgeschlossen. Premier Wen Jiabao ist nun gewillt, diese Industriezweige für privates Investment zu öffnen.

Der Muttergesellschaft der Petro China, die China National Petroleum Corp (CNPC), unterzeichnete am gestrigen Mittwoch eine Vereinbarung mit mehreren staatlichen und privaten Investoren für die Finanzierung der dritten West-Ost Gaspipeline, die zentralasiatisches Gas an Chinas Küste im Südosten transportieren soll.

„CNPC hat einen mutigen Schritt getan, indem sie externe Investoren aufnahm und damit die bisherigen Methoden der Finanzierung von Projekten veränderte“, erklärt das Staatsunternehmen in einer Pressemitteilung. Genauere Angaben zur Investitionsstruktur gab das Unternehmen nicht.

Wie das China Securities Journal am Donnerstag berichtete, wird das West-Ost Pipelineprojekt rund 14,7 Milliarden Euro kosten. Die CNPC würde davon etwa 4,1 Milliarden Euro zusteuern, der National Social Security Fund, der Urban Infrastructure Industry Fund und die Baosteel Group würden jeweils rund 1,3 Milliarden Euro einbringen, berichtet die Zeitung.