Solarstreit
28.07.2014

China verärgert über neue US-Strafzölle

depositphotos

Peking rügt die neuen Strafzölle der US-Regierung für chinesische Solarprodukte. Dadurch würden die Industrien in beiden Ländern geschädigt. Das sieht Solarworld-Chef Frank Asbeck ganz anders.

Das chinesische Handelsministerium hat am heutigen Montag die neuen Einfuhrzölle der USA für chinesische Solarprodukte gerügt. „Am Ende werden dadurch die Industrien in beiden Ländern geschädigt“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus einer Mitteilung des Ministeriums. 

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Ende vergangener Woche hatten die USA weitere Einfuhrzölle für Solarprodukte aus China und Taiwan beschlossen. Die US-Regierung will damit die Schwemme hochsubventionierter Billigimporte aus China stoppen. Chinesische Hersteller sollen dabei auch die Zölle nicht mehr umgehen können, indem sie ihre Zellfertigung nach Taiwan verlegen. Im vergangenen Jahr hatten sich in den USA die Solar-Importe aus China im Vergleich zu 2011 auf 1,5 Milliarden Dollar halbiert. Gleichzeitig hatten sich die Importe aus Taiwan auf 650 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

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Die neuen Antidumping-Zölle werden auf die bereits im vergangenen Monat beschlossenen Anti-Subventionsabgaben draufgeschlagen. Nach Zahlen der Bonner Solarworld, deren US-Tochter gegen die Umgehungspraktiken der Konkurrenz aus Fernost geklagt hatte, müssen chinesische Unternehmen im Durchschnitt 47 Prozent des Warenwertes bezahlen – bei den Strafzöllen von 2012 waren es 31 Prozent. Eine endgültige Entscheidung über die bis dahin vorläufigen Zölle soll bis Mitte Dezember fallen. 

Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck begrüßt den Schritt der USA: „Gerade in einem stark wachsenden Markt wie den USA ist fairer Wettbewerb unabdingbar für die Zukunft der Solarstromtechnologie.“ 

 

Daniel Seeger
Keywords:
China | USA | Solarstreit | Antidumpingzölle | Photovoltaik
Ressorts:
Governance | Markets

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