Joint Venture
05.07.2012

Chinas Netzbetreiber greifen nach iberischer Halbinsel

Das chinesische Staatsunternehmen State Grid erhöht seinen Einfluss in Europa. Zusammen mit dem portugiesischen Netzbetreiber REN soll technisch und ökonomisch aufgerüstet werden. Auch andere Euroländer nehmen die Chinesen ins Visier.

Chinas führender Energiedienstleister, die staatliche Netzgesellschaft State Grid, einigte sich nun mit dem portugiesischen Stromnetzbetreiber, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Portugal aufzubauen. Allein State Grid investiere dabei für den Bau der Einrichtung 12 Millionen Euro, berichtet das portugisische Wirtschaftsmagazin Agencia Financeira. Ein „memorandum of understanding“ (MOU) sei mit den Portugiesen der Redes Energetica Nacionais (REN) bereits unterschrieben, meldet der chinesische Konzern auf seiner Homepage.

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Im MOU heißt es: Das Zentrum biete „eine starke technische und geschäftliche Grundlage für RENs nachhaltige Entwicklung.“ Damit solle RENs Einfluss und Wettbewerbsfähigkeit auf der iberischen Halbinsel, und in ganz Europa, erhöht werden. Schon vor einigen Wochen kaufte sich State Grid mit einem 25 Prozent-Anteil in die REN ein. Der jetzige Schritt bestätige jüngsten Meldungen zufolge das Interesse der Chinesen an einer Übernahme des spanischen Netzbetreibers Red Electrica, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Unternehmen planen darüber hinaus eine Joint Venture Beratungsfirma, um Kooperationen in portugiesisch-sprachigen Ländern bei Energieprojekten zu erhöhen. Wie die Agencia Financeira meldet, werde das Beratungsunternehmen in Brasilien aufgebaut.

Daniel Seeger
Keywords:
Stromnetz | Energie | Energiehandel
Ressorts:
Markets

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