Elektromobilität
19.12.2014

Chinas Industriepolitik

foto: depositphotos

Die chinesische Regierung will bis 2020 fünf Millionen Elektroautos auf den Straßen haben. Heimische Autohersteller werden gefördert.

 

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Kürzlich endete in der südchinesischen Metropole Guangzhou eine der größten Automessen des Landes. Nachdem sich die Verkäufe chinesischer Elektroautos in den ersten zehn Monaten dieses Jahres verfünffachten, drohen jetzt offenbar Überkapazitäten. BMW-Landeschef Karsten Engel sieht diese Entwicklung gelassen: „In China normalisiert sich gerade alles – das Markt-, Absatz- und Margenwachstum“. Nicht nur der Münchner Konzern drängt ins Reich der Mitte, sondern auch BMW-Konkurrenten wie Mercedes oder Nissan.

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Allerdings dämpft eine aktuelle Studie der US-Beratungsgesellschaft A.T. Kearney die Erwartungen: Demnach wollen 54 Prozent der Chinesen gar keine E-Autos kaufen. Die Ziele der Zentralregierung in Peking bleiben indes ambitioniert. Staatschef Xi Jinping will mit Hilfe der Elektromobilität China zum „starken Land des Autos“ machen. Bis 2020 sollen fünf Millionen Elektroautos über die Straßen rollen. Steuernachlässe werden dabei nur für Fahrzeuge aus heimischer Herstellung gewährt. Und für Joint Ventures gilt: Die Urheberrechte für wesentliche Komponenten müssen beim chinesischen Partner liegen. Diese Gemengelage kommentiert das Mercator Institute for China Studies so: „Umwelt- und Energieaspekte spielen eine untergeordnete Rolle bei der Förderung der Elektromobilität. Die Regierung verfolgt in erster Linie industriepolitische Ziele.“

 
Redaktion
Keywords:
China | Elektromobilität | Subventionen | BMW
Ressorts:
Technology | Markets

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