Das Geschäft mit der Instandhaltung und dem Betrieb von Windenergieanlagen in China könnte auf einem drei Milliarden Dollar schweren Markt anwachsen, prognostiziert das Nachrichtenhaus Bloomberg.

China hat demnach bereits mehr als 100 Gigawatt Windkraft-Kapazitäten installiert, was weltweit Spitze ist. Die Instandhaltungs- und Betriebskosten belaufen sich für die bestehenden Anlagen auf 500 Millionen Dollar pro Jahr. China baue am Tag durchschnittlich 30 neue Windturbinen zu.

Diese Kosten werden daher bis 2022 auf drei Milliarden Dollar pro Jahr steigen, sagen die Bloomberg-Analysten voraus. Für den Zeitraum von 2015 bis 2022 würden insgesamt 16 Milliarden Dollar für chinesische Windfarmen nötig sein.

Als weiteren Grund für den erwarteten Kostenanstieg nennt die Studie das baldige Auslaufen von Garantieverträgen für Windturbinen. Deren Laufzeiten seien oftmals länger als gewöhnlich gewesen, um Zweifel an der Qualität chinesischer Produkte zu zerstreuen. Gewöhnlich betrage sie sonst zwei bis drei Jahre.

75 Prozent der chinesischen Besitzer solcher Anlagen hätten sich bei Vertragsschluss zudem für eine eigenständige Wartung nach Ende der Garantie entschieden und daher bald Service-Bedarf. In Europa entscheiden sich dagegen nur rund zehn Prozent für diese Variante.