USA
10.08.2012

Erstes LNG-Exportterminal seit 1969

Das US-Unternehmen Cheniere Energy baut nach Jahrzehnten das erste LNG-Exportterminal (Liquid Natural Gas) in den USA. Das Potenzial für günstiges US-Gas auf dem europäischen und asiatischen Markt wird damit deutlich ansteigen.

Cheniere Energy, Entwickler für Flüssiggasterminals mit Sitz in Housten, Texas, gibt grünes Licht für den Bau der ersten LNG-Exportanlage in den USA seit 1969. Das Unternehmen verspricht sich enorme Möglichkeiten, künftig günstiges US-Gas zu den Importmärkten in Asien und Europa zu exportieren. Der Energieträger ist dort deutlich teurer als in den USA, wo der Schiefergasboom seit Mitte 2008 zu einem Preiseinbruch von rund 80 Prozent geführt hat.

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Bis 2018 soll die Anlagenkapazität insgesamt 2,2 Milliarden Kubikmeter pro Tag umfassen. Cheniere habe bereits Langzeitverträge über täglich zwei Milliarden Kubikmeter mit vier weltweiten Gasunternehmen ausgehandelt: mit der britischen BG Group, Spaniens Fenosa, Süd Koreas KOGAS und Indiens GAIL.

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Das auf LNG-Anlagen spezialisierte Unternehmen Bechtel wird nun mit dem Bau des 4,6 Milliarden Euro Projekts an der Mündung des Sabine Lake am Golf von Mexiko beginnen. Die ersten Einheiten („Trains") der Exportanlage, die das Gas zur Verschiffung in einen flüssigen Aggregatszustand herunterkühlt, sollen ab 2015 starten. Es wäre dann das erste LNG-Exportterminal seit 1969, das in den USA in Betrieb geht.

Daniel Seeger
Keywords:
Erdgas | Rohstoffe | USA | Energiehandel
Ressorts:
Markets

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