Der Biokraftstoff- und Futtermittel-Hersteller mit Sitz in Mannheim beschließt das im Februar 2015 abgelaufene Geschäftsjahr mit einen Verlust von minus 11 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das operative Konzernergebnis dagegen noch bei plus 35 Millionen Euro.

Das Ergebnis nach Steuern für das gesamte Geschäftsjahr 2014/15 werde negativ ausfallen, so das Unternehmen weiter. 

Die Südzucker-Tochter gibt als einen Grund für das schlechte Abschneiden die temporäre Stilllegung einer Bioethanol-Produktionsanlage in Wilton, Großbritannien an. Hinzu komme ein einmaliger Aufwand von 9 Millionen Euro aus der Abschreibung aktiver latenter Steuern.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2015/16 prognostiziert Crop Energies ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von minus 20 bis plus 10 Millionen Euro. Für die stillgelegte Anlage in Wilton sei außerdem mit einem jährlichen Sonderaufwand von bis zu 15 Millionen Euro zu rechnen.

Der Umsatz stieg indes von 781 auf 827 Millionen Euro.

Crop Energies hofft auf eine positive Entscheidung der EU zur Anhebung der Beimischungsquoten von Bioethanol und zur Einführung des Ottokraftstoff-Bioethanol-Gemischs E10 in weiteren Mitgliedsstaaten. Die EU will darüber im April dieses Jahres entscheiden.

„Damit sollte sich auch die Erlös- und Ertragssituation für Bioethanolhersteller in Europa wieder verbessern“, so das Unternehmen.

Seinen vollständigen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2014/15 will Crop Energies am 19. Mai 2015 veröffentlichen.

Die Anlage in Zeitz (Sachsen-Anhalt) kann laut Firmenangaben pro Jahr bis zu 360.000 m³ Bioethanol herstellen (Crop Energies)