Der Mannheimer Hersteller von Bioethanol Cropenergies will seine Aktionäre an der zuletzt guten Geschäftsentwicklung beteiligen. Insgesamt 26 Cent pro Aktie wollen Vorstand und Aufsichtsrat ausschütten, gut 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 

Cropenergies hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 ein Umsatzplus von 20 Prozent auf 510 Millionen Euro verzeichnet. Das operative Ergebnis stieg von 43 Millionen auf 70 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr strebt die Südzucker-Tochter einen Umsatz von 670 Millionen Euro an, rund 100 Millionen mehr als im Vorjahr.

Anders als die Hersteller von Biodiesel, die derzeit unter Importen aus Südamerika, vor allem aus Argentinien, leiden, können sich Ethanolproduzenten über steigende Absätze freuen. Treiber ist dabei die steigende Nachfrage nach dem Superkrafstoff E10, dem ein zehnprozentiger Anteil Bioethanol beigemischt ist. Cropenergies gewinnt den Kraftstoff vor allem aus Zuckerrüben.

Die langfristigen Perspektiven für die Biokraftstoffbranche sind allerdings unsicher. Noch hat die EU nicht entschieden, ob und wie sie Biokraftstoffe nach dem Jahr 2020 fördern will.

Lesen Sie dazu ein Interview mit Cropenergies-Chef Marten Keil.

(Foto: Cropenergies)