Solarkrise
28.03.2013

Düstere Aussichten für Aleo Solar

Aleo Solar
Aleo-Solar-Stammwerk in Prenzlau

Aleo Solar präsentiert nach dem angekündigtem Bosch-Ausstieg seine Geschäftszahlen: Mit 77 Millionen Euro Verlust hat sich das schlechte Vorjahresergebnis noch einmal mehr als verdoppelt. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Nach dem angekündigten Ausstieg von Bosch aus dem Photovoltaik-Geschäft legte heute die angeschlagene Tochter Aleo Solar ihre Geschäftszahlen vor. 77 Millionen Euro Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) machte das Prenzlauer Unternehmen im vergangenen Jahr, im Vorjahr waren es rund 30 Millionen Euro Miese. Der Umsatz sank von 462 auf 280 Millionen Euro um fast 40 Prozent im Vorjahresvergleich. 

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Erst am vergangenen Freitag hatte Hauptaktionär Bosch seinen Ausstieg aus der Photovoltaik angekündigt. Bosch möchte dementsprechend auch seine 90,7 Prozent Anteile an Aleo Solar abstoßen. Dennoch will der Stuttgarter Techniologieriese seiner Noch-Solartochter die Finanzierung bis März 2014 zusichern. Aleo Solar stellt sich, unter anderem wegen Einschnitten bei der Einspeisevergütung in wichtigen europäischen Märkten, auf einen weiteren Schrumpfkurs ein. Der Umsatz werde deshalb weiter sinken, das Prenzlauer Unternehmen rechnet mit einem „deutlich negativen Ergebnis“.  

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Bereits im vergangenen Jahr hatte Aleo Solar seine Produktion in China und Spanien eingestellt, um sich in dem schwierigen Branchenumfeld zu behaupten. „Jetzt konzentrieren wir unsere Modulfertigung auf das Werk Prenzlau“, sagt York zu Putlitz, Vorstandsvorsitzender der Aleo Solar. Personell stehen dem Unternehmen Umstellungen ins Haus. Günter Schulze übernimmt zum 1. April 2013 den Posten von Jens Sabotke als Technikchef. Ob und wie es für die rund 900 Aleo Solar-Mitarbeiter weitergeht, ist offen.

 
Redaktion
Keywords:
Bosch | Aleo Solar | Solarkrise | York zu Putlitz
Ressorts:
Markets

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