Dänemark ist seit Monaten für eine gegenseitig geöffnete Ausschreibung im Gespräch. Am Dienstag erklärte das Bundeswirtschaftsministerium nun auf Anfrage von bizz energy, dass mit der dänischen Regierung über eine Größenordnung von 50 Megawatt (MW) verhandelt werde. Mit weiteren Nachbarländern fänden ebenfalls Gespräche statt. Zur Frage, ob diese bereits ebenso so weit fortgeschritten sind wie mit Dänemark, wollte sich das Ministerium nicht öffentlich äußern.

 

EU-Kommission macht Druck

Dänemark und Deutschland sind dabei, ihre Förderregime für Ökostrom mit Vorgaben der EU-Wettbewerbshüter vereinbar zu machen. Die Bundesrepublik muss die Förderung bis 2017 von Einspeisetarifen auf Ausschreibungen umstellen und fünf Prozent der jährlich vergebenen Leistung für Investoren aus anderen EU-Staaten öffnen. Sie können dann für eine Erneuerbaren-Anlage Geld aus der deutschen EEG-Umlage erhalten, wenn der Strom nach Deutschland fließt.

In 2016 will die Bundesregierung die grenzüberschreitende Ausschreibung zunächst mit PV-Freiflächenanlagen im Umfang von 100 MW erproben. Im März hatte Dänemark angekündigt, im Gegenzug sein Ausschreibungssystem für Solaranlagen zunächst in Höhe von 2,4 MW für deutsche Investoren zu öffnen. 

Solarpark auf freier Fläche (Foto: Wikimedia Commons / Gomera-b / CC BY-SA 4.0)