Das erklärte Klimaschutzziel der Politik ist es, die globale Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten. In die Tat umgesetzt bedeutet dies, dass nur ein Fünftel der derzeitigen fossilen Reserven überhaupt noch verbrannt werden dürfen. Dieses Damoklesschwert bewegt immer mehr institutionelle Investoren ihr Geld aus der fossilen Energieindustrie abzuziehen. Im Gegenzug gewinnen Anlagen an Attraktivität, die von der „Dekarbonisierung“ der Weltwirtschaft profitieren sollten. Hierzu gehören sicherlich Unternehmen aus den Bereichen Smart Grid, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die raschen Innovationsfortschritte und sinkenden Kosten erneuerbarer Technologien, Stromspeicherung und Effizienzsteigerungen werden den globalen Energiemix nachhaltig verändern. Wir schätzen, dass Strom aus erneuerbaren Energien innerhalb der kommenden 15 Jahre mit über 35 Prozent die dominante Produktionsquelle wird. Dieser Trend wird – unabhängig der klimapolitischen Entwicklung – eine ökonomisch-getriebene „Dekarbonisierung“ des Energiesektors auslösen und fossile Reserven mit hohem Kohlendioxid-Gehalt und hohen Förderkosten werden vermehrt unter der Erde bleiben. 

 
 
 
 
Matthias Fawer (foto: PR, deposit )