EEG
28.02.2014

Das EEG hat überdurchschnittliche Innovationskraft

Depositphotos

Die Zahl der Patenteanmeldungen bei erneuerbaren Technologien hat sich bis 2009 verachtfacht. Treiber sei das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), sagt der Forschungsverbund Erneuerbare Energien und widerspricht dem Gutachten der Expertenkommission des Bundestages.

Zwischen 1991 und 2009 stieg die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich erneuerbarer Energien von 100 auf mehr als 800, zeigt der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) in einem jetzt veröffentlichten Gutachten. Damit weisen die regenerativen Technologien eine mehr als doppelt so hohe Innovationsdynamik auf als fossile Kraftwerkstechnologien, deren Patentanmeldungen im gleichen Zeitraum von 100 auf 400 stiegen. „Die erneuerbaren Energien brauchen den Vergleich mit anderen Technologien nicht zu scheuen“, sagt Niklas Martin, Geschäftsführer des Forschungsverbunds. So wären beispielsweise die Kosten für Solarstrom von zwei Euro pro Kilowattstunde Mitte der 90er Jahre auf heute rund zehn Eurocent pro Kilowattstunde gesunken.

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Treiber dieser Entwicklungen ist laut Forschungsverbund das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das durch sinkende Vergütungssätze einen hohen Innovationsdruck auf die Branche ausübt. Zudem habe das EEG in kurzer Zeit zu erheblichen Investitionen und neuen Arbeitsplätzen in den grünen Technologien geführt. 

Der Forschungsverbund widerspricht in seinem Gutachten explizit der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) des Bundestags, die die Abschaffung des EEG gefordert hatte. Die Expertenkommission hatte am 26. Februar ihr Jahresgutachten 2013 der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben. Darin hieß es, dass das EEG weder ein kosteneffizientes Instrument für Klimaschutz sei noch eine „messbare Innovationswirkung“ entfalte.

Daniel Zugehör
Keywords:
EEG | EFI | FVEE | Forschungsverbund | Expertenkommission | Erneuerbare-Energien-Gesetz
Ressorts:
Governance | Markets

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