Bekannt ist das Prinzip durch den Internetdienst AirBnB. Privatleute vermieten dort Zimmer ihrer Wohnung an durchreisende Übernachtungsgäste. Durch neue Software-Dienstleistungen können inzwischen auch Hausbesitzer, die eine eigene Wallbox für das Laden ihres Elektroautos installiert haben, dieses Gerät anderen Fahrern zur Verfügung stellen, damit diese ihr Fahrzeug betanken können.

Das Unternehmen The Mobility House bietet seit kurzem eine Cloud-Software an, über die auch Privatleute die Abrechnung administrieren können. Der Dienst funktioniert aber nur mit Wallboxen des niederländischen Herstellers ICU. Ladestationen von weiteren Herstellern sollen folgen, kündigt The Mobility House in einer Mitteilung an.

 

Besitzer bestimmen Preise für Gäste

Den gleichen Service bietet das Unternehmen The New Motion mit seinen Ladestationen nach eigenen Angaben bereits seit Jahren an. „Der Besitzer der Station kann einfach einen Tarif für Besucher vorgeben“, sagt Sander Ouwerkerk, Leiter der Produktentwicklung.

In Schweden hat Renault im Juni die Plattform Elbnb gestartet, die den Nutzern das Teilen ihrer Ladestationen ermöglicht. Die Besitzer können ihre Ladestation dort auf einer Karte eintragen lassen, sodass sie von anderen Nutzern leicht gefunden werden kann. In den USA und Kanada sind über die Plattform PlugShare zahlreiche Ladestationen von privaten Anbietern zu finden.

Die eigene Lademöglichkeit für Elektroautos können immer mehr Fahrer auch anderen Nutzern zur Verfügung stellen. (Foto: Wikimedia / MTA Photos / CC BY 2.0)