Die Deutsche Bahn wird künftig Ökostrom direkt in das deutsche Bahnstromnetz einspeisen. Die DB und der Hamburger Photovoltaik-Projektentwickler Enerparc haben dazu einen entsprechenden Vertrag über eine neue Solaranlage im schleswig-holsteinischen Wasbek bei Neumünster unterzeichnet.

Die Anlage soll eine Fläche von rund 70 Fußballfeldern umfassen. Module mit einer Leistung von 42 Megawatt-Peak (MWp) sollen jährlich etwa 38 Gigawattstunden (GWh) Energie erzeugen.

„Erstmals speisen wir Solarstrom direkt in das Bahnstromnetz ein“, betont DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Der neue Solarpark solle dazu beitragen, den Ökostromanteil bei der Bahn weiter zu steigern.

Ab 2038 nur noch Ökostrom

Aus dieser Direkteinspeisung von Solarstrom sollen Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Versorgung der Schiene mit erneuerbaren Energien gesammelt werden, ergänzt Torsten Schein, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Energie.

Die Bahn ist nach eigenen Angaben der größte Ökostromverbraucher in Deutschland. 2018 lag der Anteil bei 57 Prozent. Bis 2021 soll er auf 61 Prozent erhöht werden. Und ab 2038 will die Bahn nur noch Ökostrom verbrauchen.

Einen Termin für den Baubeginn gibt es noch nicht, die behördlichen Freigaben stehen nach Bahnangaben noch aus. Ziel sei es, in diesem Jahr zu beginnen.

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Solaranlage auf dem Berliner Hauptbahnhof. (Foto: DB AG / Farouk Hosseini)