Die Desertec-Industrial-Initiative (DII) muss künftig auf den Partner Bosch Rexroth verzichten. Die zum Jahresende auslaufende assoziierte Mitgliedschaft werde nicht verlängert, bestätigte Sprecher Christian Hoenicke gegenüber BIZZ energy today. Der Technologiekonzern Bosch stellt seine Solarsparte nach dem Chefwechsel zu Volkmar Denner und tiefroten Zahlen im Modulgeschäft bis zum Jahresende 2012 auf den Prüfstand. Die bescherte dem Konzern im vergangen Jahr eine halbe Milliarde Verlust. „Selbst ein langfristig orientiertes Unternehmen wie Bosch kann nicht auf Dauer ein Zukunftsgeschäft wie die Photovoltaik subventionieren - langfristig heißt nicht ewig“, sagte Bosch-Aufsichtsratschef Franz Fehrenbach vor einigen Wochen. 

Erst Ende Oktober verkündete der Münchner Siemens-Konzern, dass er die Solarsparte abstoßen wolle und derzeit nach Käufern suche. Siemens wird sich künftig auf Wasserkraft und Windenergie konzentrieren, sagte der Chef der Energiesparte Michael Süß. Aufgrund dieses Strategiewechsels tritt der Technologiekonzern auch aus der DII aus. Der Initiative gehören 21 Gesellschafter und 36 Partner an, darunter RWE, Eon, die Münchener Rückversicherung, ABB und die Deutsche Bank.