E-Mobilität
16.08.2013

Deutsche bieten für Elektroautoschmiede Fisker

Foto: Fisker

Die Rettung für das insolvente US-Start-up könnte aus Deutschland kommen. Eine Investorengruppe aus Hamburg will 25 Millionen Euro für den Elektro-Sportwagenhersteller bieten.

Wie die Auto-Bild“ berichtet, hat eine Gruppe um den Hamburger Anwalt Ingo Voigt bereits ein Angebot beim US-Energieministerium abgegeben. Fisker hatte vom Energieministerium ein Darlehen von knapp 200 Millionen US-Dollar erhalten. Mit dem Geld wollte das Unternehmen die emissionsarme Limousine Atlantic entwickeln, die allerdings nicht über Projektstatus hinaus kam.

Anzeige

Anzeige

Dem Start-up ging das Geld aus. Den Kredit des Energieministeriums konnte Fisker nicht zurückzahlen. Rund 1,2 Milliarden US-Dollar hat Fisker seit dem Start 2007 bereits von privaten Investoren eingesammelt. Das US-Energieministerium will seine Forderung nun offenbar versteigern. 

Viele Rückschläge

Das Unternehmen hatte mit vielen Rückschlägen bei seinem Elektrosportwagen Fisker Karma zu kämpfen. Dazu zählte die Pleite des Batterielieferanten A123. Im vergangenen Jahr zerstörte ein schwerer Sturm in New York zudem zahlreiche Fisker-Neuwagen und verursachte einen Millionenschaden. Seit einem Jahr lief kein Exemplar des Plug-in-Sportwagens Karma mehr vom Band.

Im Frühjahr hatte das Unternehmen seine Belegschaft beurlaubt, da es die Löhne nicht mehr zahlen konnte. Fisker hatte zuletzt vergeblich auf einen Einstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng gehofft. Im Frühjahr war der Firmengründer, der Finne Henrik Fisker, im Streit von Bord gegangen.

Zentrale in Hamburg?

Laut Bericht plant die deutsche Investorengruppe den Firmensitz des Unternehmens aus den USA nach Hamburg zu verlagern, die Produktion solle dagegen von Finnland in die USA wandern. Zu der Gruppe gehören auch Vertreter der Frankfurter Investmentfirma Fritz Nols. Die potenziellen neuen Eigner gehen davon aus, dass sich pro Jahr 2.500 Exemplare des bei Hollywood-Stars wie Leonardo di Caprio beliebten Luxuswagens Fisker Karma verkaufen lassen.

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Fisker | A123 | Tesla | E-Mobilität
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen