Iran
18.01.2016

Deutsche Exporte in Iran sollen sich verdoppeln

foto: Flickr/Blondinrikard Fröberg
Iranische Flagge in Teheran.

Nach dem Ende der Sanktionen kehrt der Iran auf den Weltmarkt zurück. Die deutsche Wirtschaft wird an die alten Beziehungen mit Teheran anknüpfen – und erwartet eine Auftragswelle.

 

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Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag rechnet nach dem Ende der Sanktionen gegen den Iran mit einer deutlichen Intensivierung der Handelsbeziehungen. Für deutsche Unternehmen sei in den nächsten zwei bis drei Jahren ein jährliches „Geschäftsvolumen von fünf Milliarden Euro drin“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Langfristig könne das Exportvolumen sogar auf zehn Milliarden Euro pro Jahr steigen. 

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Das hatte auch Roknoddin Javadi, Chef der staatlichen iranischen Öl- und Gasgesellschaft und Regierungsmitglied im Oktober im Interview mit BIZZ energy today prognostiziert: „Wir rechnen künftig mit rund zehn Milliarden Dollar an jährlichem Auftragsvolumen für deutsche Firmen im Energiesektor unseres Landes (hier lesen).

Nachdem die internationale Staatengemeinschaft die Sanktionen aufgehoben hat, kann der Iran wieder mit seinem Öl und Erdgas auf den Weltmarkt zurückkehren. Der europäische Energiekommissar Miguel Arias Canete will noch im Februar nach Teheran reisen, um die ersten technischen Fragen zur Wiederaufnahme der Handelsverbindungen im Energiesektor zu prüfen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.  

Bereits vergangene Woche war Altkanzler Gerhard Schröder mit einer Delegation nach Teheran gereist und hatte für deutsche Unternehmen geworben.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) plant im Mai eine Reise in den Nahen Osten. In Teheran will Gabriel den iranischen Wirtschaftsminister Ali Tayyebnia treffen. Bei den Beziehungen zwischen den beiden Ländern könne jetzt „ein neues Kapitel“, aufgeschlagen werden, sagte Gabriel am Sonntag in Berlin. 

Redaktion
Keywords:
Iran | Sanktionen | DIHK | Deutschland | Wirtschaft | Sigmar Gabriel | Gerhard Schröder | Miguel Canete | EU
Ressorts:
Finance | Governance | Markets

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